Das Oldenburger Infoportal „regentied“ berichtet über aktuelle Entwicklungen des mittlerweile beendeten Streiks bei Atlas in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta:
Nach mehr als fünf Wochen ist der Streik der 650 ArbeiterInnen in den Werken der »Atlas Maschinenbau GmbH« in Delmenhorst, Ganderkesee und Vechta nach einer Urabstimmung am Montag beendet worden. Mit einem durchaus fragwürdigen Ergebnis.
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Am kommenden Donnerstag, 25.November, findet ab 20.00 Uhr in der Cafete der Uni Vechta (Driverstraße 22) der dritte Teil der „PLAK&PLAY“-Veranstaltungsreihe statt. Diesmal dreht sich alles um das Thema „Gentrifizierung“, also um die Umstrukturierung von Städten oder Stadtteilen. Diese Prozesse sorgen für massive soziale Ausgrenzung und Vetreibung alternativer und finanziell nicht so gut gestellter Bevölkerungsschichten.
An diesem Abend wird es die Doku „Empire St.Pauli“ zu sehen geben. Im Anschluss folgt ein kurzer Vortrag zum Thema.

Achtung:
Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neofaschistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sowie Personen, die für Ermittlungsbehörden tätig sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Artikel des Bremer Infoportals „end of road“:
Unterstützung des Streiks bei Atlas Maschinenbau in Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta
Nachdem die Belegschaft von Atlas Maschinenbau das Werk in Ganderkesee seit drei Wochen bestreikt hat, kam es nun zu einem ersten Vergleich vor Gericht. Das Unternehmen nimmt die Kündigungen gegen einzelne Kolleg_Innen zurück und beginnt mit der IG Metall zu verhandeln, dafür müssen die streikenden Arbeiter_Innen seit gestern ein Tor des
Fabrikgeländes offen lassen. Heute wurden daraufhin viele der fertigen Maschinen vom Gelände weg und
neues Material hinauf transportiert. Drinnen machen eingestellte Leiharbeiter_Innen und Streikbrecher_Innen einen Teil der Arbeit der Streikenden weiter.
Den Arbeiter_Innen wurde gerichtlich zugesagt, dass sie mit jd., der oder die das Firmengelände befahren möchte, 15 min reden dürfen. Bei vielen Fahrzeugen kann das effektiv den Verkehr in und aus dem Gelände stören.
Wenn ihr also ein Auto habt und Zeit & Lust, würden sich die Kolleg_Innen von Atlas freuen, wenn ihr vorbei kommt und euch bei Tor 1 in die Autoschlange einreiht und 15 min infomieren lasst. Auch die Kolleg_Innen in Delmenhorst und Vechta können Unterstützung gebrauchen.
Der diesjährige Castor-Transport von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague bis ins Zwischenlager Gorleben im Wendland dauerte insgesamt 92 Stunden und war somit der bisher am längsten dauernde Transport der Geschichte. Diese starke zeitliche Verzögerung ist ein großer Erfolg der Anti-AKW-Bewegung. Es war der bisher größte, entschlossenste und kreativste Protest im Wendland. Die Nachricht ist mehr als deutlich: eine Absage an die derzeitige Atompolitik in Deutschland und weltweit.
Atomkraft abschalten! Sofort und für immer!
Berichte, Bilder und Videos gibt es unter anderem bei *graswurzel.tv*, *spiegel.de* oder *Cine Rebelde*.
Wie wir bereits berichteten, werden seit dem 22.Oktober die Werke des Baumaschinenherstellers „Atlas“ in Ganderkesee und Delmenhorst bestreikt.
Seit heute Morgen wird nun auch in Vechta die Arbeit niedergelegt.

Streik jetzt auch beim Atlas-Werk in Vechta
Foto: IG-Metall
Das Hauptziel ist weiterhin die Einführung von Tarifverträgen. Die Strategie, zunächst nicht alle Werke zu bestreiken, hätte keinen Erfolg gebracht, so der Oldenburger Gewerkschaftsgeschäftsführer Hartmut Tammen-Henke. Nun wird also auch in Vechta gestreikt. Bis zum 14.November sollen die Betriebe still stehen.
Ein weiterer Artikel zum Thema findet sich auf dem Oldenburger Infoblog [regentied].
Schon seit dem 22. Oktober stehen nun alle Räder im Ganderkeseer Werk der »Atlas Maschinen GmbH« still. Bei dem niedersächsischen Maschinenbauer, der hauptsächlich Kräne und Bagger herstellt, sind an den drei Standorten Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta rund 650 ArbeiterInnen beschäftigt. Nach der Übernahme des Betriebes im Frühjahr 2010 durch den früheren Terex-Manager Fil Filipov wurden mehrere Mitarbeiter (u.a. der Betriebsrat Detlef Pecht) ohne Rechtsgrundlage entlassen, versetzt und niedriger eingestuft. Der Alleininhaber weigert sich bisher hartnäckig, Verhandlungen über einen Tarifvertrag über Mindestarbeitsbedingungen zu führen – stattdessen droht er mit Kündigungen, Insolvenz und einer Verlegung der Produktion.

Streik beim Atlas-Werk in Ganderkesee
Bild: www.wellsaid.de
Nachdem bereits 2009 – mit Duldung der Gewerkschaft – durch einen sogenannten »Sozialplan« 150 Beschäftigte des Werks in Ganderkesee ihren Job verloren hatten und deutlich niedrigere Einstiegsgehälter für neue MitarbeiterInnen akzeptiert wurden, reicht es der Atlas-Belegschaft jetzt endlich. Ein Tarifvertrag, also eine kollektive Absicherung der Arbeitsbedingungen aller Beschäftigten zu den geltenden Tarifkonditionen der Metall- und Elektroindustrie, sind das Minimalziel des jetzigen Streiks. »Wir sind darauf eingerichtet, eine lange Auseinandersetzung zu führen«, sagte der IG-Metall-Geschäftsführer. Die wird wohl auch nötig sein, da die Geschäftsführung sich alles andere als einsichtig zeigt. Daher ist seit dem 1. November der Streik nun auch auf das Werk in Delmenhorst ausgeweitet worden. Streikposten an den Werkstoren wollen die Auslieferung fertiger Kräne verhindern. Auch im Werk in Vechta, dem dritten Standort des Unternehmens, zeigt sich die Belegschaft schon streikbereit.
Quelle: [regentied] – Infoblog für Oldenburg